Abstillen leicht gemacht – so schaffst du den Übergang wann du willst – ganz sicher!

Abstillen leicht gemacht - so schaffst du den Übergang wann du willst - ganz sicher!

Dein Baby ist herangewachsen und entdeckt immer mehr von der Welt.
Es interessiert sich für Deine Speisen und will von allem, was Du auf Deinem Teller hast, probieren. Kleine Brote sind interessanter als Milch und der Grießbrei zum Abend hält schön satt und lässt Euch beide gut durchschlafen. Auch das Sitzen am Familientisch macht Spaß und vielleicht ist Dein Kind stets das erste Familienmitglied, das zum Tisch krabbelt, wenn es Essen gibt? Du hast Dein Kind nun über mehrere Monate liebevoll gestillt, freust Dich aber auch wieder darauf, Deinen Körper für Dich zu haben? Dann ist es Zeit, Dein Baby abzustillen.

So stillst Du sanft ab

  • Ersetze Stillmahlzeiten.
    Lasse nach und nach eine Stillmahlzeit ausfallen und ersetze diese durch Beikost, z. B. eine Mahlzeit mit Gemüsebrei oder Milchbrei. Für gesunde Babybrei Rezepte schau mal in unsere Rezeptsammlung.
    Wähle zum Füttern am besten festen Zeiten. So stillen z. B. viele Mütter gerne noch früh morgens, weil die Brust sich über Nacht mit Milch gefüllt hat und entsprechend spannt. Aus dem zweiten Frühstück machst Du eine Beikost-Mahlzeit. Mittags stillst Du wieder, am Nachmittag gibt es dann einen Obstbrei. Abends fütterst Du Dein Baby mit leckerem Grießbrei. Je mehr zu zufütterst, umso weniger Milch bildet Dein Körper mit der Zeit, denn die Nachfrage regelt das Angebot.
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    Lasse das Baby die Brüste nicht komplett leertrinken,
    sondern behalte immer eine Milchmenge zurück. Somit signalisierst Du Deinem Körper, dass er jetzt in der Milchbildung einen Gang zurückschalten kann. Die Stillmahlzeiten kannst Du einfach verkürzen, in dem Du Deinem Kind erst Beikost anbietest und es dann nur noch kurz an der Brust trinken lässt. Die Länge der Stillzeit bestimmst nun Du. Ersetze eine weitere Stillmahlzeit durch eine Beikost-Mahlzeit, z. B. das Stillen am Mittag durch einen leckeren Gemüsebrei mit Pastinake. Weil durch das Abstillen aber nun auch Flüssigkeit wegfällt, braucht Dein Kind jetzt auf jeden Fall immer ein Teefläschchen zusätzlich.
  • Biete Deinem Kind nach einer gewissen Zeit die Brust nicht mehr an.
    Sage aber auch nicht abrupt „Nein“, wenn es unbedingt noch trinken möchte. Füttere Dein Kind vorher mit Abendbrei und Fencheltee, wenn es gut gesättigt ist, wollen viele Kinder sowieso nicht mehr an die Brust.Hin und wieder kann es zu Situationen kommen, in denen Dein Kind aus Trost an die Brust möchte, wenn es z. B. krank oder sehr müde ist. Versuche dann, es dann zunächst auf andere Weise zu beschäftigen, zu knuddeln oder biete ihm etwas Schönes zum Essen/Trinken an.
  • Sei zugeknöpft.
    Feste BHs drosseln ebenfalls die Milchproduktion und geben der Brust angenehm halt.
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    Aus den Augen – aus dem Sinn:
    Da Du Dein Baby über viele Monate hinweg über Deine Brust ernährt hast, solltest Du zudem eine Zeitlang vermeiden, dass Dein Kind Dich barbusig sieht, z. B. beim Duschen oder Umziehen. Gib Dich ruhig ein bisschen „zugeknöpft“ und trage hochgeschlossene Pullover oder Blusen. Aus den Augen – aus dem Sinn! Gab es in Eurer Wohnung bislang einen festen Platz zum Stillen, dann könntest Du diesen Teil des Raumes ein bisschen umgestalten und z. B. aus der Stillecke eine schöne bunte Spielecke für Dein Kind machen.
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    Unsere Tipp - Abstilltee: 
    Salbeitee kann dabei helfen die Milchproduktion zu reduzieren.

Aus den Augen - aus dem Sinn

Hurra, Abstillzeit ist auch die Zeit der Väter. Jetzt kann Papa sein Baby füttern! Viele Väter freuen sich darauf, ihr Kind nach dem Baden mit einem Abendbrei zu füttern.

Wenn Du das Gefühl hast, dass Deine Brust sich nach einer gewissen Zeit hart anfühlt, dann achte unbedingt darauf, dass Du keinen Milchstau bekommst.
Du kannst Deine Brust dann mit Massagebewegungen ausstreichen oder mit der Milchpumpe etwas Milch abpumpen, und zwar so viel, bis es Dir wieder angenehmer wird.
Diese Milch kannst Du Deinem Kind dann natürlich mit der Flasche geben.

Wenn sich beim Abstillen Probleme ergeben sollten, dann wende Dich für weitere Tipps und Hilfe jederzeit an Deine Hebamme oder Deinen Frauenarzt.

Bei allem vergiss nicht: Es ist immer Deine Entscheidung, wie lange Du Dein Kind stillen möchtest, denn Stillen bedeutet ja nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern ist auch Körperkontakt und lebensnotwendiges Kuscheln für Dein Baby. Nutzt Ihr das Stillen zum Beispiel als ein schönes Ritual zum Einschlafen, so erhalte Euch das, solange Du es möchtest.

Tolle erste Breirezepte findest du hier!

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