So wird Stillen noch heute für Dich zum Kinderspiel – 9 geheime Tipps zum Stillen – Erfolg garantiert!

So wird Stillen noch heute für Dich zum Kinderspiel
9 geheime Tipps zum Stillen 

Dein Baby ist endlich angekommen und liegt taufrisch und unendlich süß in Deinen Armen. Während seiner Entwicklung im Mutterleib hat es schon fleißig das Saugen geübt und am Daumen genuckelt – den Saugreflex bringt es somit schon von Natur aus mit. Trotzdem klappt das Stillen in einigen Fällen nicht gleich auf Anhieb, denn Mutter und Kind müssen sich erst ein bisschen aufeinander einstimmen und näher kennenlernen.

Jedes Baby bringt schon von Geburt an seinen eigenen Charakter mit, was sich auch beim Stillen bemerkbar macht. Manche Kinder schnappen wie kleine Karpfen zu, andere werden vom Duft der süßen Muttermilch hektisch und verschlucken sich häufig; wiederum andere sind kleine ruhige Genießer, die jedoch beim Stillen regelmäßig eindösen.

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Aller Anfang muss nicht schwer sein

Wenn Du mit den bequemsten Stillpositionen sowie mit dem optimalen Anlegen erst einmal richtig vertraut bist, wird das Stillen für Dein Kind und Dich eine wunderschöne Interaktion. Auf jeden Fall solltest Du Dich nicht entmutigen lassen und Deinem Baby nach der Geburt häufig die Brust anbieten.

  1. In der Ruhe liegt auch beim Stillen die Kraft. Gönne Dir und Deinem Baby ausreichend Zeit, Entspannung und Ruhe. Babys haben sehr feine Antennen – Unruhe und Stress übertragen sich schnell auf das Kind.
    Am besten, Du stellst Dich in der ersten Lebenswoche komplett auf das Baby ein und legst es ad libitum (nach Bedarf) an – sooft es nach Nahrung verlangt. Wunder dich nicht wenn es häufig Hunger hat, der Magen eines Babys ist noch ganz ganz klein. Später wird sich die Zeit einpendeln und Du und Dein Baby einen Stillrhytmus finden. In der Regel liegen zwischen den Brustmahlzeiten dann 2 – 4 Stunden.
  2. Auf Abwechslung achten. Beginne abwechselnd mit der rechten oder linken Brust, denn auf diese Weise kannst Du dafür sorgen, dass Dein Baby beide Brüste leer trinkt. Auf diese Weise verläuft auch die Milchbildung gleichmäßig und Du verhinderst einen Milchstau in der Brust.
  3. Angebot und Nachfrage: Versuche ein Zufüttern zu vermeiden und lege Dein Baby lieber öfter an. Damit steigerst Du auch die Milchproduktion, wenn Dein Baby aktiver wird, mehr Kalorien braucht und deswegen einen größeren Appetit entwickelt. Wenn man zu früh mit Fläschchennahrung zufüttert, stört dies die natürliche Ausgewogenheit von Deinem Angebot an Muttermilch und der Nachfrage Deines Babys. Zudem wird es „trinkfaul“. Flaschenmilch trinken ist nämlich einfacher und trainiert den Saugreflex nicht so gut.
    Ist Dein Baby ein Neugeborenes, so trinkt es zu Beginn nicht selten 30 Minuten pro Brust. Das ist völlig normal, denn die Muttermilch ist nicht „homogenisiert“. Zu Beginn des Anlegens ist sie dünner und eher ein „Durstlöscher.“ Bis zu 20 Minuten kann es dauern, bis die nahrhafte und somit fetthaltige Milch zum Sattmachen kommt. Ist das Baby ein wenig älter, dauert es 10 Minuten pro Brust.
  4. Gemütliche Lage: Um Dein Baby optimal zu stillen, legst Du es am besten so an, dass es Dir ganz zugewandt liegt – quasi liegt Ihr „Bauch an Bäuchlein. Sein Mund sollte die Brustwarze bequem erreichen, und zwar so, dass es sein Köpfchen nicht drehen muss. Hilfreich ist auch ein Stillkissen.
    Berühre mit der Brustwarze die Lippen des Babys. Du wirst erstaunt sein, wie schnell es sein seinen kleinen Mund öffnet und „andockt“. Den Saugreflex bringt es schon mit. Achte darauf, dass Dein Baby auch einen großen Teil der Warzenhofs mit seinen Lippen umschließt, denn sonst tut Dir das Stillen bald weh. Außerdem vermeidest Du auf diese Weise wunde Brustwarzen. Wenn das Baby zieht und Du Schluckgeräusche hörst, dann weißt Du, das es trinkt! Manche Kinder summen dabei. Halte seine Nasenlöcher frei, damit es beim Trinken genug Luft bekommt.
  5. Viel trinken: Während Dein Körper Milch bildet, solltest Du ausreichend Flüssigkeit zu Dir nehmen. Trinke viel Wasser und Stilltee, Deine Getränke dürfen auch ruhig ein paar Kalorien enthalten, denn als stillende Mutter hast Du einen erhöhten Kalorienbedarf. Gönne Dir ein Malzbier, einen Cappuccino oder was Du sonst so gerne trinkst. Du kannst auch Kaffee trinken, diesen aber erst nach dem Stillen, damit das Koffein von Deinem Körper bis zur nächsten Stillmahlzeit abgebaut werden kann. Verzichte stets auf jeglichen Alkohol.
  6. Zuwenig Milch: Wenn Du das Gefühl hast, dass zu wenig Milch fließt, dann kannst Du Deine Brust mit Tüchern wärmen oder ein Stillöl verwenden. Lege Dein Baby zudem zusätzlich öfters an, um die Milchbildung ordentlich anzuregen. Trinke viel Milchbildungstee/Stilltee oder auch ein Malzbier oder ein alkoholfreien Weizenbier (wichtig, immer alkoholfrei!).
  7. Zuviel Milch: Wenn Du mal viel Milch hast, Deine Brust spannt, Dein Baby aber keinen großen Appetit hat, so kannst Du Milch abpumpen und einfrieren. Auf diese Weise kannst Du einen kleinen Vorrat anlegen, falls Du mal krank wirst und Medizin einnehmen musst. In vielen Fällen muss bei der Einnahme von Medikamenten die Muttermilch nämlich verworfen werden, das Baby sollte sie nicht bekommen.
  8. Eine zu volle Brust: Ist Deine Brust zu voll, so ist es empfohlen, vor dem Stillen ein bisschen Milch abzupumpen, damit das Baby die Brustwarze gut aufnehmen kann und sich am schnellen Milchstrahl nicht verschluckt.
  9. Wie lange stillen? Du kannst Dein Kind solange stillen, wie es Deinem Baby und Dir Freude bereitet. Irgendwann wird es sich für die Dinge interessieren, die Du so isst und verlangen, dass Du Dein Essen mit ihm teilst. Dann wird es sich über kurz oder lang selbst abstillen und sein Geschmacksuniversum gravierend erweitern. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Müttern, frühestens nach 6 Monaten abzustillen.

Wunde Brustwarzen, was tun?

Hast Du doch einmal mit wunden Brustwarzen zu tun, dann gib dennoch nicht zu früh auf. In Drogerien oder der Apotheke gibt es sogenannte Stillhütchen, die kannst Du über Deine Brustwarzen legen und Dein Baby trotzdem stillen. Manche Mütter mit empfindlicher Haut verwenden diese Stillhütchen häufig, sie sind eine wahre Erleichterung! Auch bei biologischen Varianten wie z. B. Hohlwarzen sind Stillhütchen angezeigt.

Sehr empfohlen und hilfreich bei wunden oder entzündeten Brustwarzen sind die Kompressen von MULTI-MAM, Du kannst sie ganz einfach anwenden, sie blockieren Bakterien auf natürliche Weise und sorgen für ein feuchtes Wundmilieu.

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Wird das Baby überhaupt satt?

Wenn Dein Baby gedeiht und meist gut gelaunt ist, wird es satt. Doch im Gegensatz zum Fläschchen mit Messskala hat man beim Stillen weniger Kontrolle, wie viel das Baby letztendlich getrunken hat. Möchtest Du sicher gehen, dann besorge Dir eine Babywaage (kaufen oder in der Apotheke ausleihen), damit kannst Du Dein Kind vor und nach der Mahlzeit wiegen und so ermitteln, wie viel es zu sich genommen hat.

Wenn Du Dir eine Milchpumpe zulegen möchtest, dann verwende am besten eine, die dem Stillen nachempfunden und mit einem entsprechenden, der Brustwarze nachempfundenen Sauger ausgestattet ist. Ob Du Dich für eine Handpumpe entscheidest, oder eine elektrische Milchpumpe wählst, ist Deine ganz individuelle Entscheidung. Eine Handpumpe kannst Du immer auch in der Handtasche oder im Rucksack bei Dir haben und brauchst für den Betrieb keinen Strom, eine elektrische Pumpe erspart Deiner Hand die Pump-Arbeit.

Während der Stillzeit solltest Du sehr blähende Speisen wie Kohl und Hülsenfrüchte einschränken, denn auch Dein Baby kann davon Bauchweh und Blähungen bekommen.

Ergeben sich doch einmal Probleme beim Stillen, dann hole Dir zeitnah Unterstützung und Tipps bei Deiner Hebamme oder Deinem Frauenarzt. Hilfe findest Du auch auch in Stillgruppen oder Stilltreffs.

Ansonsten bleibt nur noch zu sagen: Viel Glück, viel Spaß, alles Gute und eine schöne und entspannte Stillzeit!

PS: Bist du dir nicht sicher, ob Stillen überhaupt das richtige für dich ist? Dann findest du hier 8 Argumente für das Stillen!

 

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