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Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch – Interview mit Ärztin

Liebe Mamis und angehende Mamis,
heute hatte ich ein kurzes Interview mit der Ärztin Nadine Rohloff.
Nadine Rohloff hat zuvor in der Frauenheilkunde im Universitätsklinikum Münster gearbeitet und arbeitet nun am Startup Endo Health LLC.

In diesem Interview erfahren wir, wie sich die Krankheit Endometriose auf deinen Kinderwunsch auswirken kann!

Willkommen Baby: Was sind die häufigsten Gründe, weshalb es mit dem Kinderwunsch nicht klappt?

Ja, das ist eine gute Frage, die viele Leute beschäftigt. Zunächst muss man sich fragen, ab wann ist ein Kinderwunsch so lange unerfüllt, dass man sich Gedanken über die Ursache machen sollte.

Statistisch gesehen sind bis zu 6 Monate Zeit des “Versuchens” normal.

Alles klar – und nach sechs Monaten – was sind die häufigsten Gründe?

Vorab – grundsätzlich kann ein unerfüllter Kinderwunsch natürlich an beiden Partnern liegen – also auch am Mann. Das sollte man ebenfalls prüfen.

Bei der Frau gibt es verschiedene Ursachen die man überprüfen sollte, bevor man eine Kinderwunschtherapie plant. Beraten lassen kann man sich bei seinem Gynäkologen oder im Kinderwunschzentrum.
Anatomische Besonderheiten wie bspw. Polypen oder Anomalien der Gebärmutter sind auch eine häufige Ursache, die meist behoben werden kann.
Darüber hinaus gibt es Ursachen der Eierstöcke wie bspw. das polyzystische Ovarialsyndrom oder hormonelle Ungleichgewichte. Auch ein Eileiterverschluss ist eine möglich Ursache.
Hervorzuheben ist auch Endometriose. Dies ist eine sehr häufige Erkrankung, welche häufig lange unerkannt bleibt und auch oft erst auffällt, wenn der Kinderwunsch unerfüllt bleibt.

Was ist denn Endometriose?

Es handelt sich grundsätzlich um Gebärmutterschleimhautzellen, welche außerhalb der Gebärmutter bspw. im Bauchraum wachsen. Diese können dann beispielsweise Eierstöcke schädigen. Bemerkenswert ist, dass diese Krankheit oft lange unerkannt bleibt.

Endometriose ist also häufig unerkannt? Woran liegt das?

Sowohl bei Frauen als auch bei Ärzten war Endometriose bis vor einigen Jahren nicht sehr bekannt.
Das Hauptsymptom sind häufig starke Regelschmerzen bei der Periode oder eben unerfüllter Kinderwunsch. Dies wird leider oft als Normal angesehen.

Und gibt es eine Chance für Frauen mit Endometriose auch ihren Kinderwunsch erfüllen zu können?

Möglich ist es auf jeden Fall. Dabei ist die Stärke der Endometriose nicht immer in Relation zur Schwierigkeit Schwanger zu werden. Das heißt, mit Endometriose ist es nicht unmöglich schwanger zu werden, es ist nur schwerer.

Und was kann man aktiv tun?

Die gängigste Behandlung ist die Operation per Bauchspiegelung. Bei unerfülltem Kinderwunsch kann man mit der Operation die Diagnose stellen und gleichzeitig die Endometriose ggf. entfernen. Außerdem kann sozusagen ein “Rund-um-Check” gemacht werden. Also bspw. die Eileiter auch geprüft werden.

Gibt es noch weitere Maßnahmen neben der OP?

Eine gängige Alternative nach der OP oder statt OP ist die Hormontherapie. Die Medikamente der Hormontherapie wirken allerdings verhütend, sodass dies bei Kinderwunsch natürlich selten Sinn ergibt.

Zusätzlich gibt es weitere Therapieansätze wie Ernährungsumstellung, multimodale Schmerztherapie und vieles weitere.

Vielen Dank für das spannende Interview!

Gern geschehen! Es gibt übrigens auch einen Schnelltest von der Endometriose Liga.

Erleichterte Geburt – 5 Gründe für einen Geburtsvorbereitungskurs – ich würd es immer wieder machen

Erleichterte Geburt - 5 Gründe für einen Geburtsvorbereitungskurs - ich würd es immer wieder machen

Wenn man mich fragt, ob es sinnvoll ist an einem solchen teilzunehmen, muss ich dieses mit einem absoluten JA beantworten.

Sobald ich sicher wusste, dass wir ein Kind bekommen würden, habe ich mich direkt nach Kursen in meiner Umgebung informiert.
Fündig bin ich in unserem damaligen Wohnortort und in dem Krankenhaus geworden, in dem ich/wir entbinden wollte.

1. Ängste besprechen und abbauen

Bei unserem ersten Kind, vor 26 Jahren war ich sehr unsicher und bin absolut nichtsahnend zu dem ersten Abend gegangen. Nur die Angst hat mich begleitet.

Mache ich alles richtig, geht es meinem Kind gut und was kann ich machen oder nicht.

Der Kurs an unserem Wohnort startete früher und ich war beruhigt, dass es allen anderen ebenso ging wie mir. Getroffen haben wir uns abends und die Stimmung war sehr angenehm. Geführt wird der Kurs von einer Hebamme. Die meisten Abende waren wir unter uns Frauen. Man bringt eine Decke und ein Kissen mit und es man erfährt viel über die Schwangerschaft und die anstehende Geburt.

2. Freundschaften fürs Leben

Ich habe die Abende sehr genossen. Zeit für mich und mein Ungeborenes und Kontakt zu anderen werdenden Müttern. Daraus haben sich sehr viele Freundschaften - manche nur für einige Zeit - entstanden. Auch hat man sich bei den weiteren Angeboten - wie PEKIP und Kleinkindergruppen - ergeben. Das ist dann auch nett, da man die Frauen schon kennt und den Nachwuchs sehen kann.

3. Gemeinsam mit dem Partner vorbereiten

An manchen Abenden waren auch die werdenden Väter herzlich willkommen und auch Ihnen wird die Angst genommen. Denn nicht nur ich sondern auch mein Mann wollten alles richtig machen.

Den Männern wurde gezeigt, wie sie uns unterstützen können. Z.B. durch Massieren und Streicheln. Ob man das in der Stresssituation GEBURT aber auch als angenehm empfindet ist etwas anderes und hängt von vielen persönlichen Faktoren ab.

Als es soweit war, war ich sehr froh auf die gelernten Sachen zurückgreifen zu können und mein Mann hat mich dabei unterstützt. Allerdings möchte ich nicht den Männerpart übernehmen. Hilflos anzugucken wie der Partner Schmerzen hat. Nein Danke.

Dann lieber den aktiven Teil, auf den ich mich vorbereiten kann.

4. Atmung, Atmung, Atmung

Damals hat die Hebamme viel Wert auf das richtige Atmen gelegt. Mir fiel dieses recht leicht, da ich oft über den Bauch ein- und ausatme.

Wir haben viel Zeit damit verbracht, in den Bauch zu atmen. Vielen Mitschwangeren ist das sehr schwer gefallen.

Bauchatmung:

Zum Üben und zur Kontrolle legt man am besten die Hände auf den Bauch (Bauchnabel).
Dann atmet man ein und die Hände und der Bauch heben sich. Der Brustkorb nicht.


Am Anfang kann das sehr anstrengend sein und bedarf auch der Konzentration.

Durch diese Atemtechnik wird der gesamte untere Bauchraum mit viel Sauerstoff versorgt und das ungeborene Kind profitiert maximal davon. Denn auch das Baby hat währen der Geburt viel Arbeit.

Es ist wichtig es solange zu üben, bis ein gewisse Automatismus entsteht, denn unter der Geburt befindet man sich schon in einer gewissen Stresssituation. (HAHA)

Wie gesagt, die damalige Hebamme nahm die Atemtechniken sehr ernst und wichtig und im Nachhinein bin ich sehr dankbar dafür!

Ich würde jedem empfehlen dies im Vorhinein ausgiebig zu üben!

5. Wirklich - Atmung ist wichtig

Mit der Bauchatmung kann man echt - ohne Übertreibung - viel besser durch eine Wehe kommen als mit der Brustatmung. Der Schmerz geht nicht weg, aber er ist erträglicher.

Ganz bestimmt. Ohne zu lügen.

Auch kam für mich nie eine PDA in Betracht. Das ist sicherlich eine tolle Methode und für viele das Richtige. Es ist  jeder anders und diese Entscheidung muss man alleine für sich selbst treffen, aber ich habe mir gedacht:

„Wenn die Frauen früher ihr Baby bei der Feldarbeit bekommen haben und dann vielleicht sogar weiter arbeiten mussten, dann kann ich das auch aushalten.“

Und wir haben ja noch tolle Unterstützung von den Hebammen und den Ärzten und deren Erfahrung. Also erst mal mit der Atmung versuchen.

Bei unserem ersten Kind hat sich meine Tochter überlegt den schweren Weg für sich und für mich zu wählen und kam als Sternengucker (Gesicht nach oben). Da war die Atmung noch wichtiger. Und es hat doch lange gedauert. Aber alles ist gut verlaufen.

Danke an alle Hebammen und Vorbereitungskurse.

Den richtigen Kurs finden

Auch im Krankenhaus habe ich einen Geburtsvorbereitungskurs besucht, bei dem andere Aspekte im Vordergrund standen. Besichtigung des Kreißsaales und ein Film über die Geburt.

Dieser hat mich allerdings nur in leichte Panik versetzt. Blut war noch nie mein Ding.
(Daher wundert es mich, dass unsere große Tochter Gynäkologin geworden ist und unsere kleine Tochter auch den Wunsch äußert Ärztin zu werden).

Es lohnt sich also, sich über die Kurse zu informieren und Empfehlungen einzuholen.

Geburtsvorbereitung auch beim zweiten Kind?

Als wir  nach 13 Jahren nochmals überraschend Nachwuchs bekommen haben, habe ich lange überlegt ob ich ein weiteres Mal den Vorbereitungskurs besuchen sollte.

Ich wußte doch was auf mich zukommt.

Aber ich habe es doch gemacht. Und ich bin überzeugt es war für mich die richtige Entscheidung.
Ich war überrascht! Mit 42 Jahren war ich damals zwar die Älteste, aber es waren viele Frauen über 30 in dem Kurs.
Es war eine gute Auffrischung und auch dort haben sich viele Freundschaften ergeben.
Mit mehreren Müttern habe ich die Pekip und Kleinkindergruppen durchlaufen. Und man sieht sich auch später in der Schule wieder. Das ist eine tolle Erfahrung.

Aber zurück zur Geburt unserer zweiten Tochter. Diese ließ sich trotz Kündigung des Mietvertrages viel Zeit mit dem Auszug.

Ich war zur Einleitung im Krankenhaus, aber viel passierte nicht den Tag über. Die Flure und Treppenhäuser im Krankenhaus kenne ich seitdem wie meine Westentasche.
In der Nacht hatte ich dann gegen 23 Uhr einen Blasensprung und bin zurück auf mein Zimmer geschickt worden zum Schlafen. Sehr witzig. Hat nur bedingt geklappt.

Um 5 Uhr fingen die Wehen dann stärker an.
Und oh Wunder, durch die Atemtechniken konnte ich die Wehen solange unter Kontrolle halten, bis mein Mann und der Arzt da waren.

Auch hatte ich durch das Konzentrieren auf die Atmung nicht so viel Zeit über viele andere Dinge nachzudenken.

Alles ging gut und unsere zweite Tochter war um 6:30 Uhr auf der Welt.

Fazit

Ich kann nur jedem einen Geburtsvorbereitungskurs empfehlen. Und wenn man nur den Kontakt zu anderen Gleichgesinnten mitnimmt.
Auch die Angst vor dem Unbekannten beim ersten Mal nimmt er.

Aber am meisten kann ich allen die Atemübungen ans Herz legen!

Danke an alle Hebammen und Schwestern, die uns dabei unterstützen.

Ich drücke allen Schwangeren die Daumen für ein gute Geburt und viel Freude und Glück mit dem neuen Erdenbürger.

Susanne
(jetzt 55 Jahre)

Abstillen leicht gemacht – so schaffst du den Übergang wann du willst – ganz sicher!

Abstillen leicht gemacht - so schaffst du den Übergang wann du willst - ganz sicher!

Dein Baby ist herangewachsen und entdeckt immer mehr von der Welt.
Es interessiert sich für Deine Speisen und will von allem, was Du auf Deinem Teller hast, probieren. Kleine Brote sind interessanter als Milch und der Grießbrei zum Abend hält schön satt und lässt Euch beide gut durchschlafen. Auch das Sitzen am Familientisch macht Spaß und vielleicht ist Dein Kind stets das erste Familienmitglied, das zum Tisch krabbelt, wenn es Essen gibt? Du hast Dein Kind nun über mehrere Monate liebevoll gestillt, freust Dich aber auch wieder darauf, Deinen Körper für Dich zu haben? Dann ist es Zeit, Dein Baby abzustillen.

So stillst Du sanft ab

  • Ersetze Stillmahlzeiten.

    Lasse nach und nach eine Stillmahlzeit ausfallen und ersetze diese durch Beikost, z. B. eine Mahlzeit mit Gemüsebrei oder Milchbrei. Für gesunde Babybrei Rezepte schau mal in unsere Rezeptsammlung.
    Wähle zum Füttern am besten festen Zeiten. So stillen z. B. viele Mütter gerne noch früh morgens, weil die Brust sich über Nacht mit Milch gefüllt hat und entsprechend spannt. Aus dem zweiten Frühstück machst Du eine Beikost-Mahlzeit. Mittags stillst Du wieder, am Nachmittag gibt es dann einen Obstbrei. Abends fütterst Du Dein Baby mit leckerem Grießbrei. Je mehr zu zufütterst, umso weniger Milch bildet Dein Körper mit der Zeit, denn die Nachfrage regelt das Angebot.

  • check

    Lasse das Baby die Brüste nicht komplett leertrinken,
    sondern behalte immer eine Milchmenge zurück. Somit signalisierst Du Deinem Körper, dass er jetzt in der Milchbildung einen Gang zurückschalten kann. Die Stillmahlzeiten kannst Du einfach verkürzen, in dem Du Deinem Kind erst Beikost anbietest und es dann nur noch kurz an der Brust trinken lässt. Die Länge der Stillzeit bestimmst nun Du. Ersetze eine weitere Stillmahlzeit durch eine Beikost-Mahlzeit, z. B. das Stillen am Mittag durch einen leckeren Gemüsebrei mit Pastinake. Weil durch das Abstillen aber nun auch Flüssigkeit wegfällt, braucht Dein Kind jetzt auf jeden Fall immer ein Teefläschchen zusätzlich.

  • Biete Deinem Kind nach einer gewissen Zeit die Brust nicht mehr an.
    Sage aber auch nicht abrupt „Nein“, wenn es unbedingt noch trinken möchte. Füttere Dein Kind vorher mit Abendbrei und Fencheltee, wenn es gut gesättigt ist, wollen viele Kinder sowieso nicht mehr an die Brust.Hin und wieder kann es zu Situationen kommen, in denen Dein Kind aus Trost an die Brust möchte, wenn es z. B. krank oder sehr müde ist. Versuche dann, es dann zunächst auf andere Weise zu beschäftigen, zu knuddeln oder biete ihm etwas Schönes zum Essen/Trinken an.

  • Sei zugeknöpft.

    Feste BHs drosseln ebenfalls die Milchproduktion und geben der Brust angenehm halt.

  • check

    Aus den Augen – aus dem Sinn:
    Da Du Dein Baby über viele Monate hinweg über Deine Brust ernährt hast, solltest Du zudem eine Zeitlang vermeiden, dass Dein Kind Dich barbusig sieht, z. B. beim Duschen oder Umziehen. Gib Dich ruhig ein bisschen „zugeknöpft“ und trage hochgeschlossene Pullover oder Blusen. Aus den Augen – aus dem Sinn! Gab es in Eurer Wohnung bislang einen festen Platz zum Stillen, dann könntest Du diesen Teil des Raumes ein bisschen umgestalten und z. B. aus der Stillecke eine schöne bunte Spielecke für Dein Kind machen.

  • check

    Unsere Tipp - Abstilltee: 
    Salbeitee kann dabei helfen die Milchproduktion zu reduzieren.

Aus den Augen - aus dem Sinn

Hurra, Abstillzeit ist auch die Zeit der Väter. Jetzt kann Papa sein Baby füttern! Viele Väter freuen sich darauf, ihr Kind nach dem Baden mit einem Abendbrei zu füttern.

Wenn Du das Gefühl hast, dass Deine Brust sich nach einer gewissen Zeit hart anfühlt, dann achte unbedingt darauf, dass Du keinen Milchstau bekommst.
Du kannst Deine Brust dann mit Massagebewegungen ausstreichen oder mit der Milchpumpe etwas Milch abpumpen, und zwar so viel, bis es Dir wieder angenehmer wird.
Diese Milch kannst Du Deinem Kind dann natürlich mit der Flasche geben.

Wenn sich beim Abstillen Probleme ergeben sollten, dann wende Dich für weitere Tipps und Hilfe jederzeit an Deine Hebamme oder Deinen Frauenarzt.

Bei allem vergiss nicht: Es ist immer Deine Entscheidung, wie lange Du Dein Kind stillen möchtest, denn Stillen bedeutet ja nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern ist auch Körperkontakt und lebensnotwendiges Kuscheln für Dein Baby. Nutzt Ihr das Stillen zum Beispiel als ein schönes Ritual zum Einschlafen, so erhalte Euch das, solange Du es möchtest.

Tolle erste Breirezepte findest du hier!

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So wird Stillen noch heute für Dich zum Kinderspiel – 9 geheime Tipps zum Stillen – Erfolg garantiert!

So wird Stillen noch heute für Dich zum Kinderspiel
9 geheime Tipps zum Stillen 

Dein Baby ist endlich angekommen und liegt taufrisch und unendlich süß in Deinen Armen. Während seiner Entwicklung im Mutterleib hat es schon fleißig das Saugen geübt und am Daumen genuckelt – den Saugreflex bringt es somit schon von Natur aus mit. Trotzdem klappt das Stillen in einigen Fällen nicht gleich auf Anhieb, denn Mutter und Kind müssen sich erst ein bisschen aufeinander einstimmen und näher kennenlernen.

Jedes Baby bringt schon von Geburt an seinen eigenen Charakter mit, was sich auch beim Stillen bemerkbar macht. Manche Kinder schnappen wie kleine Karpfen zu, andere werden vom Duft der süßen Muttermilch hektisch und verschlucken sich häufig; wiederum andere sind kleine ruhige Genießer, die jedoch beim Stillen regelmäßig eindösen.

Gerade keine Zeit?
Lass dir die Tipps einfach per Email zuschicken!

Aller Anfang muss nicht schwer sein

Wenn Du mit den bequemsten Stillpositionen sowie mit dem optimalen Anlegen erst einmal richtig vertraut bist, wird das Stillen für Dein Kind und Dich eine wunderschöne Interaktion. Auf jeden Fall solltest Du Dich nicht entmutigen lassen und Deinem Baby nach der Geburt häufig die Brust anbieten.

  1. In der Ruhe liegt auch beim Stillen die Kraft. Gönne Dir und Deinem Baby ausreichend Zeit, Entspannung und Ruhe. Babys haben sehr feine Antennen – Unruhe und Stress übertragen sich schnell auf das Kind.
    Am besten, Du stellst Dich in der ersten Lebenswoche komplett auf das Baby ein und legst es ad libitum (nach Bedarf) an – sooft es nach Nahrung verlangt. Wunder dich nicht wenn es häufig Hunger hat, der Magen eines Babys ist noch ganz ganz klein. Später wird sich die Zeit einpendeln und Du und Dein Baby einen Stillrhytmus finden. In der Regel liegen zwischen den Brustmahlzeiten dann 2 – 4 Stunden.
  2. Auf Abwechslung achten. Beginne abwechselnd mit der rechten oder linken Brust, denn auf diese Weise kannst Du dafür sorgen, dass Dein Baby beide Brüste leer trinkt. Auf diese Weise verläuft auch die Milchbildung gleichmäßig und Du verhinderst einen Milchstau in der Brust.
  3. Angebot und Nachfrage: Versuche ein Zufüttern zu vermeiden und lege Dein Baby lieber öfter an. Damit steigerst Du auch die Milchproduktion, wenn Dein Baby aktiver wird, mehr Kalorien braucht und deswegen einen größeren Appetit entwickelt. Wenn man zu früh mit Fläschchennahrung zufüttert, stört dies die natürliche Ausgewogenheit von Deinem Angebot an Muttermilch und der Nachfrage Deines Babys. Zudem wird es „trinkfaul“. Flaschenmilch trinken ist nämlich einfacher und trainiert den Saugreflex nicht so gut.
    Ist Dein Baby ein Neugeborenes, so trinkt es zu Beginn nicht selten 30 Minuten pro Brust. Das ist völlig normal, denn die Muttermilch ist nicht „homogenisiert“. Zu Beginn des Anlegens ist sie dünner und eher ein „Durstlöscher.“ Bis zu 20 Minuten kann es dauern, bis die nahrhafte und somit fetthaltige Milch zum Sattmachen kommt. Ist das Baby ein wenig älter, dauert es 10 Minuten pro Brust.
  4. Gemütliche Lage: Um Dein Baby optimal zu stillen, legst Du es am besten so an, dass es Dir ganz zugewandt liegt – quasi liegt Ihr „Bauch an Bäuchlein. Sein Mund sollte die Brustwarze bequem erreichen, und zwar so, dass es sein Köpfchen nicht drehen muss. Hilfreich ist auch ein Stillkissen.
    Berühre mit der Brustwarze die Lippen des Babys. Du wirst erstaunt sein, wie schnell es sein seinen kleinen Mund öffnet und „andockt“. Den Saugreflex bringt es schon mit. Achte darauf, dass Dein Baby auch einen großen Teil der Warzenhofs mit seinen Lippen umschließt, denn sonst tut Dir das Stillen bald weh. Außerdem vermeidest Du auf diese Weise wunde Brustwarzen. Wenn das Baby zieht und Du Schluckgeräusche hörst, dann weißt Du, das es trinkt! Manche Kinder summen dabei. Halte seine Nasenlöcher frei, damit es beim Trinken genug Luft bekommt.
  5. Viel trinken: Während Dein Körper Milch bildet, solltest Du ausreichend Flüssigkeit zu Dir nehmen. Trinke viel Wasser und Stilltee, Deine Getränke dürfen auch ruhig ein paar Kalorien enthalten, denn als stillende Mutter hast Du einen erhöhten Kalorienbedarf. Gönne Dir ein Malzbier, einen Cappuccino oder was Du sonst so gerne trinkst. Du kannst auch Kaffee trinken, diesen aber erst nach dem Stillen, damit das Koffein von Deinem Körper bis zur nächsten Stillmahlzeit abgebaut werden kann. Verzichte stets auf jeglichen Alkohol.
  6. Zuwenig Milch: Wenn Du das Gefühl hast, dass zu wenig Milch fließt, dann kannst Du Deine Brust mit Tüchern wärmen oder ein Stillöl verwenden. Lege Dein Baby zudem zusätzlich öfters an, um die Milchbildung ordentlich anzuregen. Trinke viel Milchbildungstee/Stilltee oder auch ein Malzbier oder ein alkoholfreien Weizenbier (wichtig, immer alkoholfrei!).
  7. Zuviel Milch: Wenn Du mal viel Milch hast, Deine Brust spannt, Dein Baby aber keinen großen Appetit hat, so kannst Du Milch abpumpen und einfrieren. Auf diese Weise kannst Du einen kleinen Vorrat anlegen, falls Du mal krank wirst und Medizin einnehmen musst. In vielen Fällen muss bei der Einnahme von Medikamenten die Muttermilch nämlich verworfen werden, das Baby sollte sie nicht bekommen.
  8. Eine zu volle Brust: Ist Deine Brust zu voll, so ist es empfohlen, vor dem Stillen ein bisschen Milch abzupumpen, damit das Baby die Brustwarze gut aufnehmen kann und sich am schnellen Milchstrahl nicht verschluckt.
  9. Wie lange stillen? Du kannst Dein Kind solange stillen, wie es Deinem Baby und Dir Freude bereitet. Irgendwann wird es sich für die Dinge interessieren, die Du so isst und verlangen, dass Du Dein Essen mit ihm teilst. Dann wird es sich über kurz oder lang selbst abstillen und sein Geschmacksuniversum gravierend erweitern. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt Müttern, frühestens nach 6 Monaten abzustillen.

Wunde Brustwarzen, was tun?

Hast Du doch einmal mit wunden Brustwarzen zu tun, dann gib dennoch nicht zu früh auf. In Drogerien oder der Apotheke gibt es sogenannte Stillhütchen, die kannst Du über Deine Brustwarzen legen und Dein Baby trotzdem stillen. Manche Mütter mit empfindlicher Haut verwenden diese Stillhütchen häufig, sie sind eine wahre Erleichterung! Auch bei biologischen Varianten wie z. B. Hohlwarzen sind Stillhütchen angezeigt.

Sehr empfohlen und hilfreich bei wunden oder entzündeten Brustwarzen sind die Kompressen von MULTI-MAM, Du kannst sie ganz einfach anwenden, sie blockieren Bakterien auf natürliche Weise und sorgen für ein feuchtes Wundmilieu.

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Wird das Baby überhaupt satt?

Wenn Dein Baby gedeiht und meist gut gelaunt ist, wird es satt. Doch im Gegensatz zum Fläschchen mit Messskala hat man beim Stillen weniger Kontrolle, wie viel das Baby letztendlich getrunken hat. Möchtest Du sicher gehen, dann besorge Dir eine Babywaage (kaufen oder in der Apotheke ausleihen), damit kannst Du Dein Kind vor und nach der Mahlzeit wiegen und so ermitteln, wie viel es zu sich genommen hat.

Wenn Du Dir eine Milchpumpe zulegen möchtest, dann verwende am besten eine, die dem Stillen nachempfunden und mit einem entsprechenden, der Brustwarze nachempfundenen Sauger ausgestattet ist. Ob Du Dich für eine Handpumpe entscheidest, oder eine elektrische Milchpumpe wählst, ist Deine ganz individuelle Entscheidung. Eine Handpumpe kannst Du immer auch in der Handtasche oder im Rucksack bei Dir haben und brauchst für den Betrieb keinen Strom, eine elektrische Pumpe erspart Deiner Hand die Pump-Arbeit.

Während der Stillzeit solltest Du sehr blähende Speisen wie Kohl und Hülsenfrüchte einschränken, denn auch Dein Baby kann davon Bauchweh und Blähungen bekommen.

Ergeben sich doch einmal Probleme beim Stillen, dann hole Dir zeitnah Unterstützung und Tipps bei Deiner Hebamme oder Deinem Frauenarzt. Hilfe findest Du auch auch in Stillgruppen oder Stilltreffs.

Ansonsten bleibt nur noch zu sagen: Viel Glück, viel Spaß, alles Gute und eine schöne und entspannte Stillzeit!

PS: Bist du dir nicht sicher, ob Stillen überhaupt das richtige für dich ist? Dann findest du hier 8 Argumente für das Stillen!

 

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Franzi das Yogamädchen – eine tolle Mama und Frau – Teil 1

Fanziska von Beutelbaby -

Kangatraining, Trageberatung, Stillberatung und eine tolle Mama und Frau

Teil 1 - Vorstellung des Yogamädchens

Hallo, ich begrüße Dich und freue mich, dass Du Dir die Zeit für unsere Leser nimmst! Erzählst Du uns zu Anfang ein bisschen über Deine Familie und über Dich?

Sehr gerne.
Ich bin Franzi, bin 31 Jahre alt, bin verheiratet und habe zwei Kinder: mein Sohn wird bald sechs Jahre alt und meine Tochter ist zweieinhalb.

Mein Sohn geht zurzeit noch in den Kindergarten und besucht nächstes Jahr die Schule.
Meine Tochter geht zur Tagesmutter und kommt nächstes Jahr in den Kindergarten.

Ich danke Dir. Kommen wir auf Deinen Blog zu sprechen. Du hast angefangen mit Deinem ersten Blog “Mäusezähnchen“, habe ich gesehen ...

 Genau! Mein Blog Mäusezähnchen – er umfasste anfangs „Mama-Themen“ und Frauenthemen und war für mich ein bisschen eine Art „Eigentherapie“, um meine eigene Geschichte ein wenig zu sortieren und zu verarbeiten. 

Später schrieb ich dann einen zweiten Blog mit Titel „das Yogamädchen“.

Irgendwann jedoch haben sich die Themen nicht mehr trennen lassen und ich habe dann aus beiden Blogs letztendlich einen Blog gemacht.

Mittlerweile sind die Mama-Themen und Frauenthemen auch ein bisschen in den Hintergrund geraten – die Kinder sind größer geworden und viele Dinge sind nicht mehr ganz so präsent, der Fokus hat sich verändert, meine Interessen  haben mehr Platz bekommen...

Bleiben wir zunächst beim „Yogamädchen“. Hast Du früher viel Yoga gemacht? Bist Du evtl. sogar Yogalehrerin? Erzähle mir mehr.

Aber ja, ich praktiziere seit über 10 Jahren regelmäßig Yoga. Ich bin zwar noch keine fertige Yogalehrerin, aber das steht ganz oben auf meiner Liste! *lacht* Ich bin angehende Yogalehrerin.
Der Name des Blogs ist auf eine lustige Weise entstanden und hatte eigentlich so gar nicht viel mit Yoga zu tun. Ich war beim Pilates und da haben wir auch die eine oder andere Yogaübung gemacht.

Bei einer der Yogaübungen meinte die Kursleiterin schließlich: „Mein Yogamädchen macht das wieder ganz hervorragend, da sieht man, dass sie Erfahrung hat!“ *lacht* Irgendwie ist dann „das Yogamädchen“ bei mir hängengeblieben und mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen – und so kam es zu dem Namen.

Du machst in Deinem Blog auch viele Buchrezensionen. Liest Du gerne?

Aber ja, ich lese gerne und teile meine Rezensionen und meine Leseerfahrung bei Instagram und auf meiner Facebook-Seite! Ich mache auf Instagram mit vier anderen Buchbloggerinnen zusammen eine monatliche Challenge und bin in einer Gruppe zum Austausch bei Facebook.

Verrätst Du mir Dein Lieblingsbuch?

Aber gerne. Ich liebe zum einen die Harry-Potter-Reihe! Dann gibt es da noch den Titel: „Beim Leben meiner Schwester“ und „Die Blumenschwestern“. Ich hab natürlich noch mehr Bücher, die mir gefallen, aber diese fallen mir spontan ein. Wäre ja auch schlimm, wenn ich so viele lese, und mir gefallen nur so wenig Bücher *lacht*

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Franzi das Yogamädchen – über Geburten, Stillen und Stillberatung – Teil 2

Franzi das Yogamädchen - über Geburten, Stillen und Stillberatung - Teil 2

Du bist nebenbei noch Stillberaterin, ein wichtiger Beruf – erzähle uns davon.

Genau, die Stillberatung mache ich ehrenamtlich. Das bedeutet, ich kann über das Ehrenamt die Stillberatung kostenfrei anbieten. Hierzu ist jedoch zu sagen, dass ich persönlich zwar einen medizinischen Hintergrund mitbringe, jedoch über das Ehrenamt keine tiefer gehende medizinische Beratung anbieten darf. Hier sind uns im Ehrenamt Grenzen gegenüber Stillberaterinnen mit medizinischer Weiterbildung gesetzt.
Im Ehrenamt liegt der Fokus auf der Mutter zu Mutter-Beratung. Natürlich verfügen wir über ein gewisses medizinisches Wissen, wir müssen ja medizinische Probleme erkennen können und wissen, wann wir an medizinisches Fachpersonal weitergeben. Gerne helfen wir bei allgemeinen Stillproblemen. Wenn wir unsere Grenzen erreichen, können wir an Fachpersonal vermitteln und die Mama weiterhin unterstützen und begleiten. Ein ganz wichtiger Punkt ist das Dasein und Zuhören.

 Wir geben Lösungswege mit auf dem Weg, aber die Expertinnen ihrer Situation sind die Mütter und wir unterstützen sie auf dem Weg, der zu ihnen passt.

Wenn Du von medizinischem Hintergrund sprichst, was meinst Du damit?

Ich bin ausgebildete Krankenschwester. Ich bin zwar momentan noch in Elternzeit, werde aber in den kommenden Monaten wieder in meinen Beruf einsteigen. Hier nutze ich dann die Möglichkeit, mich weiterzubilden, um anschließend ein erweitertes Beratungsspektrum anbieten zu können. Im Ehrenamt gelten wir nämlich als „nichtmedizinisches Personal“ und müssen stets in medizinischen Fragen an Fachpersonal verweisen, das sieht der Gesetzgeber so vor.

Bist Du über den Beruf der Krankenschwester zur Stillberatung gekommen oder eher über die Erfahrungen beim Stillens Deines ersten Kindes?

Es war eher meine eigene Erfahrung, die mich zur Ausbildung zur Stillberaterin bewogen hat. Zu Beginn und bei der Geburt meines ersten Kindes hat leider alles nicht so reibungslos funktioniert und ich selber habe für meinen Teil leider keine richtige Beratung bekommen, wobei ich mir das sehr gewünscht hätte! Ich habe das Stillen dann leider relativ schnell abgebrochen und habe gleichzeitig sehr darunter gelitten, dass es nicht so geklappt hat, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich habe dann eine Ausbildung bei einem Verein gemacht, und zwar aus zwei Beweggründen heraus. Erstens weil ich ein echtes Interesse am Thema Stillen hatte – ich wollte über mehr Wissen verfügen, für z. B. ein weiteres Kind. Ich wollte die Hintergründe verstehen und lernen, wie man Stillprobleme in den Griff bekommt.

Mir selber hat es sehr gefehlt, dass ich hier niemanden hatte – deswegen möchte ich zudem gerne für andere Mütter da sein. Ich möchte nicht, dass ihnen das gleiche passiert wie mir – das war ein weiterer wichtiger Beweggrund.

Das ist super – und auch ein sehr wichtiges Thema, welches endlich mehr in den Fokus gerät. Vor ein paar Jahren sah das ja noch etwas anders aus ...

Oh ja, das ist aber zum Teil auch heute noch so! Viele Menschen sind erstaunt, wenn ich Ihnen sage, dass ich Stillberaterin bin. Sie fragen mich, was man denn da so macht – viele können sich auch gar nicht vorstellen, dass Mütter Fragen haben und auch sehr verunsichert sein können ...

Ich finde es großartig, dass Du das anbietest. Du sagtest zuvor auch, dass Dein Blog ein bisschen Eigentherapie beinhaltet – ging es da unter anderem auch um diese Thematik?

Ja. Im Großen und Ganzen ging es um das für mich zu verarbeitende Thema wie des Stillens, aber auch darum, dass mein erstes Kind per Kaiserschnitt gekommen ist.

War das ein geplanter Kaiserschnitt?

Letztendlich ja, weil das Baby in der Beckenendlage lag, jedoch kam es dazu erst in der 35. SSW. Einige Krankenhäuser entscheiden sich dann schnell für einen Kaiserschnitt. Das Baby lag eigentlich schon lange in dieser Lage und mein Frauenarzt meinte, dass jedoch noch genug Zeit vorhanden sei, dass mein Sohn sich noch dreht – was er jedoch nicht getan hat. So kam es dann zum Kaiserschnitt, was mich etwas überfordert hat, weil ich mir eine spontane Geburt gewünscht habe. Vielleicht hätte man das Baby doch noch zum Drehen bewegen können, doch war damals meine Angst zu groß. Zudem wurde in diesem Krankenhaus eine spontane Geburt bei Beckenendlage nicht angeboten. Wenn auch die Chance gering gewesen wäre, hatte ich zudem auch Angst, dass es sich doch wieder in die Ursprungslage zurückdrehen würde. Dann steht man nämlich vor der gleichen Situation. Aus diesem Grund habe ich mich dann doch für den Kaiserschnitt entschieden ... Es kamen viele Faktoren zusammen – heute würde ich mich auf jeden Fall anders entscheiden, doch beim ersten Kind ist man sowieso immer unsicher, alles ist noch neu.

Es ist ja auch eine schwierige Sache, man ist unsicher und muss aber in diesem nicht einfachen Moment elementare Entscheidungen treffen. Zudem gehen alle Kliniken etwas unterschiedlich mit dieser Thematik um ...

Wenn Du Müttern etwas mit auf den Weg geben könntest, was Du vor der Geburt Deines ersten Kind gerne gewusst hättest, was wäre das?

Aus dem Stegreif: dass ich in meiner ersten Schwangerschaft so wenig Wert auf die Hebammenbetreuung gelegt habe! Ich hatte eine Hebamme zur Nachsorge, aber habe mich nicht gut betreut gefühlt.

Bei meinem zweiten Kind habe ich mir direkt eine für die Rund-um-Versorgung gesucht, also auch während der Geburt, was mit unglaublich geholfen hat und mir so manche Verunsicherung, Sorge und Angst nehmen konnte. Ich hätte mir diese Unterstützung schon viel früher gewünscht. Jemand, der sich auch ausführlich um Sorgen und Ängste kümmern kann.

Ich hole noch ein bisschen weiter aus: Bei der Geburt meines Sohnes hatte ich ja den Kaiserschnitt, blieb fünf Tage im Krankenhaus und war anschließend mehr oder weniger allein mit dem Baby zu Hause, weil mein Mann ja arbeiten ging. Bei meiner Tochter schließlich hat dann auch mein Mann Elternzeit genommen Das hat mir sehr viel Sicherheit gegeben und ich bin so froh, dass wir es so gemacht habe.

Man merkt auch, dass Väter immer häufiger Elternzeit nehmen, und zwar nicht nur einen Monat, sondern gerne auch gleich für mehrere Monate. Das ist so wertvoll und unglaublich unterstützend für die gesamte junge Familie ... Ich konnte mich so aufs Baby und das Stillen konzentrieren, war nicht alleine und mein Mann hat sich primär um den Sohn gekümmert. Dies war auch fürs stillen sehr förderlich.

Franzi das Yogamädchen – Kangatraining und Trageberatung – Teil 3

Franzi das Yogamädchen -
Kangatraining und Trageberatung - Teil 3

Liebe Franzi, ich habe gesehen, dass inzwischen Kangatraining machst und Trageberatung anbietest?
Du berätst also Eltern, wie sie ihre Kinder am angenehmsten für Kind und Erwachsenen mit Tragehilfe oder Tragetuch tragen können?

Ja! Zur Trageberatung bin ich gekommen, weil ich meinen Sohn von Anfang an auch mit Tragehilfen getragen habe.

Ich habe mich beim Tragen zuerst im Freundeskreis von anderen Müttern inspirieren lassen, war aber nicht wirklich glücklich mit dem Thema.

Mein Sohn wurde sehr viel und sehr gerne getragen. Ich habe ihn immer vorne getragen, auf den Rücken zu tragen kam mir damals gar nicht in den Sinn und auch nicht, dass dies angenehmer sein könnte. Irgendwann habe ich mich jedoch entschlossen, mich hierzu besser doch beraten zu lassen, und zwar, als mein Sohn schon 10 Monate alt gewesen ist. 

Ich habe ihn fortan auf den Rücken getragen und schnell bemerkt: „Hey, das ist ja um einiges leichter und angenehmer!“ Das tolle Gefühl der Optimierung und die Hilfestellung, wie die Dinge in diesem Bereich einfach leichter zu handhaben sind – all das ist so wertvoll und hat mir persönlich sehr weitergeholfen!

Eine Trage ist nämlich nicht gleich Trage, es gibt hierbei so viele unterschiedliche Modelle und Techniken, wie man sein Kind im Alltag transportieren kann, es muss bequem sein und auch passen für Träger und Tragling. Auch hier hat mir nach den vielen Monaten erst die Beratung weitergeholfen, sodass ich dieses auch gerne anderen Müttern anbieten wollte.

Im Jahr 2015, als ich Stillberaterin wurde, habe ich gleichzeitig den Grundkurs zur Trageberatung gemacht, den ich dann in 2016 mit dem Aufbaukurs und einer Fortbildung zur Optimierung für Tragehilfen vertiefen konnte.

Um nun den Bogen zum Kangatraining zu bekommen: Bei der reinen Trageberatung an sich hat irgendwann etwas gefehlt, so habe ich mich dann entschieden, die Ausbildung zur Kangatrainerin zu machen.

Kangatraining ist Tanzen und Sport für Mütter mit Baby – aber auch für Schwangere, das sogenannte PreKanga.

Kangatraining bedeutet also Sport für Mamas mit Kind in der Tragehilfe oder im Tragetuch?

Genau! Du musst Dir das so vorstellen, dass die Kanga-Stunden wie folgt aufgebaut sind:

Es gibt einen kleinen „Bodenteil“, da gibt es Übungen, bei welchen die Kinder mit integriert sind. Bei anderen Übungen liegen die Kinder daneben und werden ggf. gleichzeitig von ihren Mamas ein wenig bespaßt. Wenn ich die Übungen dann zeige und sicher gehen kann, dass die Mamas die Übungen auch selbständig machen können gucke ich dann ein bisschen nach den Kindern und kümmere mich darum, dass sie beschäftigt sind, altersgerechtes Spielzeug ist auch da.

Nach 15 Minuten dann werden die Kinder in die Tragehilfe oder Tragetuch gesetzt.  Im Stand machen wir dann Choreos für die Ausdauer und Übungen zur Muskelstärkung für die Arme und Beine. Ich schau bei jeder Mama einmal drüber, helfe, wo Hilfe nötig ist und kann Tipps zum richtigen Tagen geben. 

Ein weiteres Element ist das Beckenbodentraining.
Wir schonen und stärken den Beckenboden, da der Beckenboden nach einer Geburt grundsätzlich noch geschwächt ist. Grundsätzlich achten wir auf postnatale Beschwerden und passen das Training daran sowie an das Fitnesslevel der Mama an.

Während des Trainings frag ich immer wieder nach, ob alles bequem ist und gut sitzt, da grade in Aktion eher gespürt wird, wenn etwas nicht optimal eingestellt ist. Zudem hab ich selbst Tragehilfen dabei, sodass eine Mama nicht zwingend eine eigene Tragehilfe braucht, um mitmachen zu können.

Einsteigen kann man 6-8 Wochen nach einer Spontangeburt oder 10-12 Wochen nach einem Kaiserschnitt und nachdem man den gynäkologischen Check-Up nach der Geburt bestanden hat.

Du hast vorhin PreKanga angesprochen, was kann man sich darunter vorstellen? Ist das eine Art „Schwangeren-Sport“?

Genau. Es ist genauso ein Intervall- und Ausdauertraining wie Kangatraining, an das Trimester der Schwangerschaft, dem Fitnessstand der Schwangeren und möglichen Beschwerden angepasst.

Kannst Du noch etwas zu den verschiedenen Tragen sagen? Mir war nicht bewusst, dass es hier ein so großes Angebot gibt, was ich erstaunlich finde. Kannst Du vielleicht einmal erläutern, welche Fehler man beim Tragen machen kann?

Klar! Mir begegnet am häufigsten, dass die Tragehilfen etwas zu locker eingestellt werden, doch es soll ja eine Tragehilfe sein, und nicht etwas, was man zusätzlich mit seinen Händen festhalten oder ständig zurecht zupfen muss! Natürlich gibt es noch mehr „Fehler“, jedoch ist dieser der, der mir aus meinen persönlichen Beratungsalltag sofort einfällt.

Gibt es Tragehilfen unterschiedlich nach Alter?

Bei einer Tragehilfe ist gar nicht das Alter so entscheidend, sondern die Körpergröße des Kindes, und da gibt es natürlich verschiedene Modelle je nach Größe. Das ist jedoch je nach Hersteller unterschiedlich. Manche "wachsen mit", manche haben 2 Größen, manche 3. Je nach Größe sitzen sie auch beim Träger anders, sodass dies auch für ihn passen muss.

Es gibt so viele Tragen auf dem Markt – wichtig ist, dass man auf jeden Fall verschiedene Modelle ausprobiert. Es gibt keine „allerbeste Trage“, jedes Modell hat individuell seine Vorzüge. Man muss bei den Tragen aber auf jeden Fall darauf achten, dass die Beine des Babys ausreichend gespreizt und angewinkelt werden können und Babys Po tiefer als seine Knie sitzen. Das Kind muss sich angehockt in der Trage befinden, seine Beinchen gespreizt, seine Unterschenkel frei beweglich. So kann der Rücken des Kindes seine natürlich gerundete Form annehmen.

Tragen kann den Alltag manchmal sehr erleichtern. 

Zum Beispiel, wenn ich zum Kinderarzt gehe und meine Tochter an den 3 Kinderwagen die den Flur versperren vorbeitrage, denke ich – gut, dass ich meinen da jetzt nicht auch noch dazu quetschen muss. Und um Diebstahl muss ich mir so auch keine Sorgen machen.  Oder bei Regen. Ich hasse es, mit einer Hand den Kinderwagen schieben zu müssen, damit ich in der anderen den Schirm halten kann. Habe ich meine Tochter auf den Rücken, bin ich freier und sie ist auch vor dem Regen geschützt. Oft macht Tragen einem das Leben viel einfacher. Man hat die Hände frei. Daher empfehle ich Tragen so gerne, angepasst an die individuelle Situation der Familie.

Ich gebe zu: Ich trage auch nicht ausschließlich. Ich schiebe auch mal ganz gerne den Kinderwagen, je nach Situation und was ich oder meine Tochter grade brauchen. Allerdings läuft meine Tochter auch mittlerweile sehr gerne, sodass oft weder das eine noch das andere zum Einsatz kommt.

Wer jetzt zu Dir zu einer Trageberatung kommen möchte, wann wäre da der beste Zeitpunkt? Vor oder nach dem Kauf der Tragehilfe?

Dann, wenn man Tragen möchte und vor dem Kauf steht, denn sonst kann es schnell passieren, dass man sich für etwas entscheidet und bezahlt, und dann merkt, dass die Tragehilfe nicht zu einem passt. Und spätestens dann ist eine Trageberatung sinnvoll.

Hier gehts zur Trageberatung!

Zum Abschluss etwas Kindermund zum Schmunzeln – an dieser Stelle möchte ich Dich fragen: Was waren die lustigsten Wörter, die Deine Kinder kreiert haben?

Ha ha, ja! Mein Sohn hat immer „Pommkins“ zu Pommes gesagt und meine Tochter sagte zu Orangensaft immer „Strullermax“, dabei haben wir dieses Wort nie im Zusammenhang mit Orangensaft verwendet! Mittlerweile sagt sie Orangensaft. Aber weißt Du, wenn unser Interview beendet ist, fallen mit bestimmt noch viel mehr Sachen ein ...

Franzi, es hat mir richtig Spaß gemacht, ich danke Dir herzlich für das Interview. Es war sehr interessant, etwas über Dich, über Tragehilfen und etwas über Kangatraining zu erfahren, vielen herzlichen Dank dafür – und für Deine Zeit.

Die 8 besten Einschlaftipps für Babys – so schläft dein Kind heute Nacht besser denn je – garantiert

Die 8 besten Einschlaftipps für Babys - so schläft dein Kind heute Nacht besser denn je - garantiert

Schlaf Baby Schlaf – so schläft auch dein Kind 

Schlafen. Eine wunderbare Sache!
Wenn du unsere Einschlaftipps für Babys befolgst, stehen die Chanchen gut für einen gemütlichen Schlaf für die ganze Familie.

Die meisten Eltern wünschen sich nichts sehnlicher, als endlich einmal wieder eine Nacht durchschlafen zu können und frisch und ausgeruht aufzuwachen. Mit einem Neugeborenen wird dieser Wunsch ein paar Wochen lang wahrscheinlich nicht in Erfüllung gehen. Doch es dauert normalerweise nicht lange und dein Kind entwickelt einen zuverlässigen Schlaf- und Wach-Rhythmus. Es unterscheidet zwischen Tag und Nacht. 

Nachts füttern - am Anfang unvermeidbar

Ein neugeborenes Baby wacht auf, wenn es Hunger hat oder gewickelt werden möchte – und schläft bald darauf wieder ein. Auch nachts braucht es meist mehrmals Nahrung, um gesund wachsen und gedeihen zu können. Eltern müssen oft ihre ganzen Kräfte mobilisieren, um ihre kleine Nachteule bei Laune zu halten. Wird das Baby gestillt, so muss man nachts zumindest kein Fläschchen anrühren, die Nahrung ist quasi schon „zubereitet“ und steht sofort zur Verfügung.

In den ersten Wochen und Monaten wächst der Magen vom Baby noch. Daher ist es ganz normal, dass es nicht genug Nahrung aufnehmen kann um die Nacht durchzuschlafen. Daher sollte man darauf gefasst sein in den ersten Wochen alle 3-4 Stunden aufzustehen. 

Je mehr das Baby heranwächst, umso mehr Nahrung benötigt es. Muttermilch hält nicht so lange satt, wer möchte, kann seinem Kind ab dem 4. Monat auch schon auf sein Alter abgestimmte Beikost anbieten, z. B. einen kleinen sättigenden Abendbrei. Rezept

Nicht zu unterschätzen ist auch die Schlafumgebung – was kannst du tun, um deinem Baby (und auch dir selbst) zu einer ruhigeren Nacht zu verhelfen?

Gerade keine Zeit? Hier bekommst du alle Tipps als PDF!

1. Ein schönes Bad, ein kuscheliger Schlafanzug

Das Planschen im warmen Badewasser macht Ihr Kind müde und läutet die bevorstehende Nachtruhe ein. Ein kuscheliger Schlafanzug fühlt sich herrlich auf der Haut an. Wenn das Baby dann schön satt von seiner Mahlzeit ins Bettchen gelegt wird (Bäuerchen bitte nicht vergessen!), sollte einer entspannten Nachtruhe nichts im Wege stehen. Was ist noch hilfreich, um ausreichend Schlaf zu bekommen?

2. Gedämpftes Licht

Wenn das Licht im Kinderzimmer oder Schlafzimmer angelassen wird, so wird auch das Baby wach bleiben. Bei Dunkelheit schüttet das Gehirn das schlaf-fördernde  Melatonin aus. Das hilft deinem Baby den Weg ins Traumland zu finden.

3. Schön kühl sollte es sein

Die Schlafumgebung sollte 21 Grad haben, sonst wird es dem Baby zu warm. Kommt dann noch eine dicke Decke hinzu, ist das Kind oft völlig durchgeschwitzt. Zum Zudecken reichen eine leichte Babydecke oder der klassische Schlafsack.

4. Ruhe

Wenn sich das Baby ein Zimmer mit seinem älteren, aktiven Geschwisterchen teilt, so kommt es unter Umständen nicht zur Ruhe. Besser ist es im elterlichen Schlafzimmer oder dem eigenen Zimmer aufgehoben. Wenn Sie dann selbst zu Bett gehen, so sollte dies so leise wie möglich geschehen, um das Baby nicht zu wecken.

5. Eine kleine Nachtmusik

Als Hilfe zum Einschlafen kann man Babys Spieluhr aufziehen oder beruhigende Musik einschalten, ganz sanft und leise. Manchmal hilft auch ein Mobile, dem das Kind mit seinen Augen folgen kann, bis es schließlich eingeschlafen ist. Auch ein sanftes Geräusch im Hintergrund bietet eine entspannende Einschlafhilfe, z. B.  eine CD mit Meeresrauschen oder dem Geräusch von Blättern eines Baumes im Wind.

6. In den Schlaf wiegen

Es wird auch Tage geben (z. B. wenn das Baby zahnt), da möchte das Kind überhaupt nicht einschlafen, sondern ständig von seinen Eltern getragen werden. Man kann es dann sachte auf seinem Arm wiegen. Das hilft beim Hinübergleiten ins Traumland prima!

7. Auto fahren

Viele Kinder schlafen anfangs im Auto gut ein. Das monotone Geräusch beruhigt sie. Also wenn du gar nicht mehr weiter weist - Maxi Cosi ins Auto und los gehts.

Kinder haben ihre eigenen Angewohnheiten. Es gibt Kinder die schreien sich in den Schlaf (ich war so eins...), Kinder die schlafen am besten bei Dunkelheit, Kinder die besser mit Nachtlicht einschlafen oder Kinder die am besten im Auto einschlafen. Du findest ganz bestimmt heraus was bei deinem Kind funktioniert.

8. Übermüdung vermeiden

Wichtig ist auch, Übermüdung zu vermeiden. Das hört sich paradox an, aber man kennt das vielleicht von sich selber. Ist man einmal über den müden Punkt hinaus, wird man wieder wach. Und gleichzeitig auch ein bisschen verrückt, überdreht oder schlechter gelaunt. So geht es deinem Kind auch. 

Richte dich auch nach deinem Baby - wenn es sich die Augen reibt, gähnt oder einfach müde wirkt ist Schlafenszeit. 

Fazit - Einschlaftipps für Babys

Das Wichtigste ist , dass ihr als Eltern selbst stets ruhig und entspannt bleibt, das überträgt sich auch auf das Baby. Jeder Tag mit deinem Kind wird ein bisschen anders sein. Manche Nächte verlaufen ruhig, andere hingegen weniger. Das ist ganz normal. Mit der Zeit spielt sich euer Leben als Familie ein und ihr werdet wieder die Nachtruhe finden, um frisch und ausgeruht den Tag begehen zu können.

Wichtig ist auch, frühzeitig feste Abläufe zu etablieren.

Zusammengefasst: Schön gebadet, satt, warm aber nicht zu warm eingepackt, gedämpftes Licht, eine leise Melodie, ggf. die leichte Bewegung eines Mobiles – und dein Baby sollte selig schlummern.

Übrigens: Unsere Partnerin Susanne bietet einen tollen Kurs an, um das Einschlafen zu meistern!

Gerade keine Zeit? Hier bekommst du alle Tipps als PDF!

3 großartige gesunde Babybrei Rezepte für einen gesunden Herbst – und sie sind auch noch lecker

Jetzt wird abgestillt. Und nun? 

Wir verraten dir unsere drei besten gesunden Babybrei Rezepte für rundum gesunde Kinder.
Gesunde Babybrei Rezepte für Beikost-Starter und für Erfahrene. Gerne weitererzählen!

Viele Speisen, die wir als Eltern gerne essen, sind für Kinder nicht geeignet. Kinder sollten auf keinen Fall scharfe Gewürze zu sich nehmen, sondern mild und natürlich essen. Man kann ohne Bedenken zur vielfältigen Gläschen-Kost greifen. Die Gemüse stammen z. B. bei HIPP, aus Bioanbau, auch wenn nicht extra darauf hingewiesen wird. Gläschen sind schnell und praktisch für unterwegs, man bekommt sie überall in jedem Super- oder Drogeriemarkt für wenig Geld zu kaufen. In ihrer Zusammensetzung verfügen sie über alle wichtigen Nährstoffe für wachsende Kinder. Sie sind mild und bekömmlich; zudem schnell verfügbar und schmecken ausgesprochen gut.

https://www.hipp.de/

Du kannst das Essen für dein Baby aber auch selbst zubereiten, ein wenig frisches Gemüse ist schnell gekocht und püriert.

Erstes Löffelchen mit Gemüse

Wirklich drollig ist es anzusehen, wenn Sie Ihrem Baby den ersten Löffel mit Gemüsebrei anbieten. Es wird meist erst einmal alles ausspucken und ein völlig angewidertes Gesichtchen ziehen. Das ist normal, weil Ihr Baby bislang nur den süßen Geschmack von Muttermilch oder Pre-Milch (zum Anrühren) kennt. Mit der Zeit aber überwiegt die Neugier auf neue Geschmacksrichtungen. Einige Kinder lieben Grieß- oder Obstbrei, lehnen aber Gemüse ab. Trotzdem immer wieder anbieten und probieren, Ihr Kind wird sich irgendwann überzeugen lassen, und Gemüse ist ja schließlich auch gesund.

Mit Gemüsebeikost kann man zwischen dem 4. und 6. Monat anfangen. Milch- und Haferbrei sollte erst ab dem 6. Monat zugefüttert werden.

Babygläschen sind eine gute, schnelle Möglichkeit. Noch gesünder ist allerdings selbstgekochtes. Daher findest du hier superschnelle, gesunde Babybrei Rezepte.

Es macht Spaß, das Essen für dein Baby selbst zu kochen. Gibt es bereits ältere Geschwisterchen, so werden diese bestimmt hin und wieder auch gerne etwas mitessen wollen. Zum Beispiel einen leckeren Brei mit Kürbis, Kartoffel und Karotte. Köstlich schmecken auch Süßkartoffeln und Fenchel.

Soll der Brei lange satt halten, so gib einfach zusätzlich ein paar Schmelzflocken in das Gemüse, um den Brei sämiger zu machen.

Das Trinken nicht vergessen

Sobald Baby Kind Beikost zu sich nimmt, also im Prinzip „feste Nahrung“, sollte mehr auf die Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Am Besten stets ein Fläschchen mit einem geeigneten Getränk anbieten. Hierzu eignet sich frisch aufgebrühter Fencheltee, abkühlt auf Trinktemperatur. 

Dazu immer die Temperaturprobe auf der Innenseite deines Ellbogens machen oder aus dem Fläschchen ein paar Tröpfchen Tee in die Armbeuge schütten. Ist das unangenehm lass den Tee besser noch ein bisschen abkühlen, damit dein Baby sich am Gaumen nicht wehtut.

Finger weg vom Honig!

Bitte süße  die Speisen oder Getränke für dein Baby niemals mit Honig!

Bienenhonig kann Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten – in einer geringen Menge, welche gesunden Erwachsenen nichts ausmacht. Gelangen diese Sporen jedoch in den Darm von Säuglingen, so können sie sich dort vermehren und Gifte bilden.

Diese können bei Babys Säuglingsbotulismus auslösen, eine sehr schwere und ernste Erkrankung.

Unsere Lieblingsrezepte (und viele mehr) findest du in der Trickkiste - auch zum Herunterladen

Ganz gleich, welches Gemüse Sie für Ihr Baby kochen, es macht sehr viel Spaß, ihm Tag für Tag etwas Neues anzubieten.

Mit jedem Löffelchen Brei erweitert sich sein Spektrum an neuen Erfahrungen in Sachen Geschmack.

Außerdem macht Kindern egal welchen Alters Kochen unglaublich viel Spaß. 

Also genießen Sie es!

Weitere tolle Rezepte und Gesundheitstipps gibt’s in unserer Trickkiste!

Den perfekten Kindergeburtstag planen – Spaß für Kinder und Eltern – ohne Stress

Den perfekte Kindergeburtstag planen – Spaß für Kinder und Eltern - ohne Stress

Jedes Jahr ist es wieder soweit - der Geburtstag kommt und man möchte seinem Kind eine schöne und doch stressfreie Feier planen. Doch Kindergeburtstag planen kann so einfach sein.
Leckere Geburtstagstorte mit Kerzen, dazu die Aussicht auf eine Schnitzeljagd mit Schatzsuche – oder lieber eine Mottoparty? So macht die Geburtstagsfeier groß und klein Freude!

Die meisten Kinder können ihren Geburtstag kaum erwarten. Sie zählen die Tage und freuen sich auf „ihr Fest“. Kommen dann noch Großeltern, Verwandte und eingeladene Spielkameraden zu Besuch, dann ist die Vorfreude meist riesengroß. Je mehr Gäste zu einer Geburtstagsparty kommen, desto besser.

Für ein gelungenes Fest ist eine gute Planung unerlässlich. Soll es eine Kostüm-Party geben, z. B. mit dem Motto „Dschungel“ oder „Mittelerde“? Oder geht es raus in die freie Natur, zur Schnitzeljagd mit Schatzsuche? Wandern im Klettergarten oder auf dem Baumwipfel-Weg? Was aber ist, wenn das Wetter nicht mitspielt und die Planung buchstäblich wegen Regen ins Wasser fällt? Steht der Plan B, wie z. B. das Ausweichen auf Bowlingbahn, Hallenbad oder Museum? Wer bereits einen Kindergeburtstag geplant hat, weiß genau: Viele Details müssen bedacht werden, viele Dinge organisiert werden. Die Wetterlage sollte mit einbezogen werden und ein paar Helfer wären auch nicht schlecht, um die Rasselbande bei Laune zu halten. Sicher ist, dass sich Geburtstagskinder auch noch viele Jahre später im Leben an fast jeden ihrer Kindergeburtstage erinnern können.

Die Mottoparty

Geburtstagspartys mit Motto erfreuen sich bei Kindern großer Beliebtheit und entlasten gleichzeitig die Eltern bei der Planung. Suche am besten gemeinsam mit dem Geburtstagskind das Motto aus, z. B. Elfen und Hobbits, Hexen und Zauberer oder Ritter und Burgfräulein - was deinem Kind gefällt und nicht so schwierig vorzubereiten ist. Cool und einfach vorzubereiten sind zum Beispiel: altes Rom, Zauberwald, Cowboy und Indianer, Clowns, Prinzessinnen oder der Klassiker: Pyjama Party!

Rechtzeitig Einladungen verschicken

Kindergeburtstag planen- das heißt meist auch Einladungen verschicken oder verteilen. 

Ist eine Kostüm-Party geplant, so ist es wichtig, dass du die Gäste rechtzeitig über das Motto informierst. Dann haben diese genügend Zeit, sich um eine entsprechende Verkleidung zu kümmern. 

Die Einladungen sind bereits der erste Teil der Party und sorgen für Vorfreude und Spannung. Gestalte die Einladungskarten mit deinem Kind zusammen und lass das Motto schon mit einfließen. 10 bis 14 Tage vor der Party sollten die Einladungen bei den Gästen sein. Bitte auf jeden Fall um telefonische Zusage oder Absage, um sich auf die Anzahl der Gäste einzustellen.
Die Torte oder der Geburtstagskuchen mit Kerzen zum Auspusten (vorher etwas wünschen!) sind nach wie vor der Renner bei jeder Party. Auch Muffins sind beliebt und bequem aus der Hand zu essen – dazu leckerer Kakao. Denk  daran, dass es an der Geburtstagstafel mit Kindern durchaus auch ein bisschen turbulenter zugehen kann. Daher vielleicht nicht gleich das Beste Tischtuch auflegen!

Tipps für Unternehmungen zu Hause

Der schönste Lohn für all die Planung und Vorbereitung sind lauter strahlende kleine Gesichter an diesem unvergesslichen Tag. Einige Ideen:
Wenn du (z. B. im Winter)  zu Hause feierst so kannst du auf die alten Klassiker zurückgreifen. Topf-Schlagen, Reise nach Jerusalem, Blindekuh, Schokoladenessen, u. v. m. Oder mach eine tolle Modenschau und lass sich die Kinder sich bei toller Musik verkleiden. Dabei kannst du witzige „Model-Fotos“ machen und sie den Gästen dann ein paar Tage später als Abzüge geben. Das schafft eine schöne Erinnerung.

Eine Schnitzeljagd ist bei einer großen Geburtstagsgesellschaft zudem preiswert und bietet ein echtes Abenteuer.

Die Schnitzeljagd

Mit einer spannenden Schnitzeljagd kann man die Geburtstagsrunde stundenlang beschäftigen. Man veranstaltet sie am besten draußen und versteckt im Garten, Park oder Wald kleine Rätsel und Aufgaben, welche gelöst werden müssen, um den nächsten Schritt machen zu können – zum nächsten Rätsel zu gelangen. Die Kinder lieben das!

Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Stärkungen und Erfrischungen – und am Schluss führen alle Aufgaben zum Hauptschatz, der aus schönen keinen Gaben besteht, welche die Kinder mit zu sich nach Hause nehmen.

Für jedes Kind sollten die gleichen Gegenstände vorhanden sein, damit es am Schluss keinen Streit gibt. Ideen hierfür u. a. :

• Malstifte
• kleine Stempel
• Schlüsselanhänger
• Matchbox-Auto
• Glasmurmeln (bei älteren Kindern)
• Notizbüchlein
• Sticker
• LEGO-Spielfigürchen