Superfood Muttermilch– 8 Gründe fürs Stillen und warum auch du stillen solltest!

Superfood Muttermilch - 8 Gründe warum auch du stillen solltest!

Stillen ist das Beste.

Das Beste für die Entwicklung. Für die Baby-Gesundheit. Und für die Mutter-Kind-Beziehung. Hier findest du die 6 wichtigsten Gründe fürs Stillen!

Zugegeben - aller Anfang ist schwer, aber wenn das Stillen erstmal klappt ist es das Beste was dir und deinem Kind passieren kann! Muttermilch ist wahres „Superfood“, sie ist perfekt auf das Kind und seine Bedürfnisse abgestimmt. 

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1. Es stärkt die Mutter-Kind Bindung

Muttermilch ist „Soulfood“. „Seelennahrung“ für Mutter und Kind.

Beim Stillen entsteht ein warmer und inniger Körperkontakt, welcher einen wichtigen Grundbaustein für den Aufbau der emotionellen Verbindung zwischen Mutter und Kind liefert.
Durch den Stillvorgang (übrigens auch beim Abpumpen) wird bei der Mutter Oxytocin ausgeschüttet, ein sogenanntes „Glücks- und Bindungshormon“. 

Zusätzlich fördert Oxytocin die Rückbildung und das Zusammenziehen der Gebärmutter und schützt vor starken Blutungen nach der Geburt.

2. Ein Push für das Immunsystem und Schutz vor Allergien:

Die in der Muttermilch vorkommenden Bifidobakterien siedeln sich im Darm an und unterstützen das kindliche und noch empfindliche Immunsystem. 

Werden Kinder vier Monate voll gestillt, so sind sie besser vor Allergien geschützt.

In ihrer Zusammensetzung finden sich außerdem wichtige Antikörper, die das Baby vor Infektionen und Krankheiten schützen bis ihr eigenes Immunsystem stark ist. Du gibst mit deiner Muttermilch Antikörper aus früheren durchgemachten Erkrankungen (z.B. Masern, Windpocken usw.) an Ihr Baby weiter. Und die Muttermilch schützt das Kind auch vor gegenwärtigen Infekten (z.B. Erkältungen, Grippe etc.) – es erhält über das Stillen also den sogenannten „Nestschutz“.

Meiner Meinung nach, ist das einer der wichtigsten Gründe fürs Stillen. 

3. Essen und Trinken zugleich

Muttermilch beinhaltet Fett und Wasser, sie liefert dem Baby also „Essen und Trinken“ in einem Zug. Ihr Eiweiß ist für den kindlichen Organismus sehr gut verdaulich, was sie äußerst bekömmlich macht.
Daher hat man weniger mit Koliken und Durchfall zu kämpfen.

4. Stillen ist Muskeltraining

Stillen ist ein gesundes Training für das Baby.


Es muss für seine Mahlzeit etwas tun, nämlich kräftig ziehen und trinken! Dieser Saugvorgang wirkt sich sehr positiv auf die Entwicklung von Gaumen und Kiefer aus. Die Muskulatur von Hals und Kopf wird gekräftigt und die Kinder können durch dieses erste kleine „Muskeltraining“ ihren Kopf oftmals früher anheben und drehen.

Starte man bereits früh mit Fläschchennahrung gewöhnt sich das Kind nicht an diesen Saugvorgang und Sie beide haben es beim Stillen schwerer. Aus dem Fläschchen Trinken ist nämlich deutlich einfacher.

5. Prinzip Angebot und Nachfrage 

Wie überall gibt es auch hier den Grundsatz von Angebot und Nachfrage. Der Trick besteht nun darin, das Baby einfach öfter anzulegen, z.B. für einen Tag lang alle zwei Stunden. Damit wird die Milchproduktion in der Regel ordentlich gesteigert und das Kind kann dann in kürze die benötigten und damit größeren Mengen an Muttermilch zu sich nehmen.

Zum Abstillen legst du weniger an, trägst fest sitzende BHs und trinkst abstillende Tees wie Salbeitee. Deine Hebamme kann dir noch weitere Tipps geben. Je weniger du stillst, desto weniger wird produziert.

6. Es ist einfach praktisch:

Wenn ein Baby Hunger hat, dann hat es richtig Hunger; oft muss es dann sehr schnell gehen, denn das Baby macht unmissverständlich klar, dass es auf der Stelle Nahrung braucht!

Muttermilch hat man immer dabei und die Natur hat es so eingerichtet, dass die Milch sich im Besten Fall auch an die Trinkmengen des Kindes anpasst. Anlegen, fertig. Jederzeit, überall.

7. Positive Effekte ein Leben lang – Der wohl wichtigste Grund fürs Stillen

Im letzten Jahrzehnt ist die Forschung forangeschritten. Menschen, die als Baby gestillt wurden, profitieren auch langfristig von der Muttermilch. 

Studien zeigten, dass Menschen die als Baby gestillt wurden ein geringeres Risiko für chronische Erkrankungen wie chronisch entzündliche Erkrankungen oder Diabetes haben.
Auch waren statistisch weniger Krebserkrankungen im Kindesalter nachweisbar.

Mit deiner Muttermilch gibst du deinem Baby also einen guten Start für ein gesundes Leben!
(https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F1-4020-3535-7_3)

8. Du tust auch dir etwas gutes – Brustkrebs-Risikoverminderung

Es konnte ebenfalls gezeigt werden, dass Frauen, die in ihrem Leben gestillt haben ein geringeres Risiko für Brustkrebs aufweisen. Also ein Win-Win für beide Seiten!

Manchmal ist Stillen jedoch einfach nicht möglich. Dann gibt es andere Alternativen. Lass dich auf jeden Fall fachlich zu deinen Möglichkeiten beraten.

Bei allen Interaktionen ist immer Gelassenheit angesagt; Mutter und Baby werden im Laufe der Zeit zu einem eingespielten Team und finden ihre ganz eigene Performance.
Stillen braucht Übung und Beratung durch eine gute Hebamme, Ärzte, Krankenschwester oder ehrenamtliche Stillberatung kann helfen erste Schwierigkeiten zu überwinden. Mit ein paar Tricks klappt es in der Regel bei den Meisten - nur nicht Aufgeben!

Weitere Tipps und Tricks zum Stillen gibt es in unserer Trickkiste!

Falls du noch weitere Fragen hast, empfehle ich dir eine Stillberatung. Mehr über Stillberatungen findest du in unserem Interview mit Stillberaterin Franzi. 

Es gibt ehrenamtliche Beratung (schau mal auf https://www.afs-stillen.de/) und auch medizinisch zertifizierte Laktationsberater (IBCLC, zertifiziert).

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So wird Stillen zum Erfolg - 9 geheime Tipps zum Stillen - Erfolg garantiert! - last year Reply

[…] PS: Bist du dir nicht sicher, ob Stillen überhaupt das richtige für dich ist? Dann findest du hier 8 Argumente für das Stillen! […]

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